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ÖIAV und OVE: Festakt zur Präsentation des renovierten Hauses der Ingenieure

Wien. Am 30. September 2014 präsentierte der „Hausherr“ ÖIAV (Österreichischer Ingenieur- und Architekten-Verein) gemeinsam mit dem OVE (Österreichischer Verband für Elektrotechnik) das im neuen Glanz erstrahlende „Haus der Ingenieure“ in der Wiener Eschenbachgasse. In einem stimmungsvollen Festakt feierten zahlreiche hochrangige Gäste aus dem In- und Ausland den Abschluss der vier Jahre dauernden Renovierung des 1870 bis 1872 im Neorenaissance-Stil erbauten Gebäudes:

Zunächst war nur die Beletage mit dem historischen Festsaal, dem Prunkraum des Ingenieurhauses, saniert worden. Die wertvolle Wand- und Deckenausstattung war dabei eine besondere Herausforderung für die Restauratorinnen und Restauratoren. Nach Abschluss dieser Arbeiten wurden in einer weiteren Bauphase das Hauptstiegenhaus restauriert und der Aufzug unter Erhalt der historischen Kabine aus dem Jahr 1908 neu errichtet. Gleichzeitig baute der OVE seine Büroräumlichkeiten im vierten Obergeschoß um und erweiterte diese mit einem galerieartigen Dachausbau. Dadurch entstanden neue, zeitgemäße Büros und ein neuer Kommunikationsbereich für bis zu 60 Personen.

ÖIAV-Präsident Em. O. Univ.-Prof. Dr. techn. Dr. h.c. mult. Heinz Brandl begrüßte das Festpublikum und dankte allen Partnern und Sponsoren, die einen wesentlichen Beitrag zu der nach den strengen Kriterien des Denkmalschutzes erfolgten Sanierung des Ingenieurhauses leisteten und damit dieses aufwändige Projekt erst ermöglichten.

Dr. Franz Hofbauer, Präsident des OVE, hob die jahrzehntelange gemeinsame Geschichte und  Verbundenheit der beiden Verbände hervor, die schließlich 2006 zu einer weitgehenden Kooperation von ÖIAV und OVE führte und seither mit Dipl.-Ing. Peter Reichel auch einen gemeinsamen Generalsekretär haben.

Sektionschef Dr. Matthias Tschirf überbrachte Grußworte von Vizekanzler Dr. Reinhold Mitterlehner und wies auf die nach wie vor große Bedeutung der beiden Ingenieurverbände hin; damals wie heute sind die ingenieurwissenschaftlichen Leistungen die Basis für eine prosperierende Wirtschaft.

Mit anschaulichen Bildern aus der Zeit vor, während und nach der Renovierung erläuterte der ausführende Architekt Dipl.-Ing. Michael Wistawel die einzelnen Projektphasen sowie die vielfältigen Herausforderungen, die es zu meistern galt.

Das Ingenieurhaus und die Wiener Ringstraßen-Architektur
Den Festvortrag hielt Em. O. Univ.-Prof. Architekt Dipl.-Ing. Dr. techn. Manfred Wehdorn, der mit seinem Team für die denkmalpflegerische Planung und Durchführung der Sanierung des Ingenieurhauses sowie die Neugestaltung der Büroräumlichkeiten des OVE verantwortlich zeichnete. Er entführte das Publikum gedanklich in die Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts und damit in jene Periode, in der die Wiener Ringstraßenzone, der Raum der ursprünglichen Bastion mit dem vorgelagerten Glacis, bebaut wurde. Das Ingenieurhaus, gemeinsam mit dem Haus des Österreichischen Gewerbevereins errichtet, ist ein hervorragendes Beispiel der typischen Ringstraßenarchitektur und spielte im städtebaulichen Konzept eine bedeutende Rolle.

„Stadt: heute, morgen… – übermorgen“ lautete das Thema der hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion mit Dr. Kari Kapsch (CEO Kapsch CarrierCom AG), Bürgermeister Dipl.-Ing. Jörn Marx, Dresden, GF Dipl.-Ing. Sigrid Oblak (Wiener Holding GmbH), Gen.-Dir. Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA (Porr AG) sowie Dipl.-Ing. Andreas Trisko, Abt.-Leiter MA 18, die sich mit der zukünftigen Stadtentwicklung beschäftigte. Unter der Moderation der Journalistin Dr. Gisela Gary wurde über die aktuellen Herausforderungen für die Stadtentwicklung, wie zunehmende Urbanisierung, Mobilität, Arbeitsplätze, neue technische Möglichkeiten sowie demografische Veränderungen debattiert, die bereits heute in die Planung für morgen und übermorgen mit einzubeziehen sind.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Chamber Ensemble by Waltz in Vienna.

Über den ÖIAV
Der ÖIAV (Österreichische Ingenieur- und Architekten-Verein), gegründet im Jahr 1848, gehört mit den vergleichbaren englischen und schweizerischen Ingenieurvereinen zu den drei weltweit ältesten Institutionen dieser Art. Der ÖIAV ist eine gemeinnützige Vereinigung und beheimatet neben den klassischen Ingenieurdisziplinen Bauwesen, Maschinenbau und Architektur auch Fachgruppen wie Energiewesen, Kraftfahrzeugwesen, Verfahrenstechnik und Umweltschutz sowie die Österreichische Gesellschaft für Bodenmechanik und Geotechnik.

Über den OVE
Der OVE (Österreichische Verband für Elektrotechnik) repräsentiert alle Bereiche der Elektrotechnik und Informationstechnik und vertritt die Interessen seiner Mitglieder sowie der gesamten Branche auf nationaler und internationaler Ebene. Seine Kerngebiete sind die elektrotechnische Normung, die Zertifizierung, die Blitzortung und Blitzforschung sowie die fachliche Aus- und Weiterbildung. Der OVE ist der offizielle österreichische Vertreter bei IEC und CENELEC, den internationalen und europäischen Normungsorganisationen für die Elektrotechnik. Der OVE steht für die Förderung der Wissenschaft, die Vertretung des Berufsstandes des Elektrotechnikers und für die Sicherheit von elektrotechnischen Anwendungen. Die Aktivitäten seiner Fachgesellschaften dienen dem Erfahrungsaustausch, dem Aufbau von Expertennetzwerken und der Imagebildung.

Pressekontakt:
OVE Österreichischer Verband für Elektrotechnik
Mag. Jutta Ritsch
Eschenbachgasse 9
1010 Wien
Tel.: +43 316 873-7919
E-Mail:
presse(at)ove.at


Brandl ÖIAV-Präsident Em. O. Univ.-Prof. Dr. techn. Dr. h.c. mult. Heinz Brandl begrüßt das Festpublikum (HighRes)
Hofbauer Dr. Franz Hofbauer, Präsident des OVE, hebt die jahrzehntelange gemeinsame Geschichte und  Verbundenheit von ÖIAV und OVE hervor (HighRes)
Wehdorn
Em. O. Univ.-Prof. Architekt Dipl.-Ing. Dr. techn. Manfred Wehdorn hält den Festvortrag zur Wiener Ringstraßen-Architektur und dem Ingenieurhaus (HighRes)
Festsaal Die Sanierung des historischen Festsaals mit seiner wertvollen Wand- und Deckenausstattung war eine besondere Herausforderung für die Restauratorinnen und Restauratoren (HighRes)