Geotechnik und Naturgefahren – Einblick in aktuelle Forschungsfragen

Robert Hofmann, Lukas Wimmer, Simon Berger & Andreas Steinwender (Universität Innsbruck)

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Der Arbeitsbereich für Geotechnik an der Universität Innsbruck beschäftig sich mit Themen der Geotechnik im Bereich der Naturgefahren. Dabei werden unter anderem Messungen des Porenwasserdrucks auf Konsolidierungssperren, stoßartige Belastung von Steinschlagschutzfundierungen und Einwirkungen von gravitativen Massenbewegungen untersucht. Dieser Artikel gibt einen Einblick in diese Forschungsfragen.
Ansicht auf die Konsolidierungssperren am Toedterbach (Stahl- und Stahlbetonsperre). Eigene Abbildung.
Ansicht auf die Konsolidierungssperren am Toedterbach (Stahl- und Stahlbetonsperre) ©Universität Innsbruck, Arbeitsbereich Geotechnik

Bauwerke gegen Naturgefahren bieten einen effektiven Schutz von Siedlungsbereichen und Infrastrukturanlagen. Diese Schutzbauwerke werden an unterschiedlichsten Standorten erbaut. Das Wissen über die Einwirkungen auf Schutzbauwerken, sowie deren Bemessung und Dimensionierung ist essenziell um einen wirkungsvollen Schutz zu ermöglichen. Dabei stehen die Schutzbauwerke stets in Interaktion mit dem vorhandenen Baugrund. Für den Entwurf sowie für die Bemessung des Bauwerks sind daher vertiefende geotechnische Kenntnisse erforderlich.

Der Arbeitsbereich für Geotechnik an der Universität Innsbruck beschäftigt sich intensiv mit geotechnischen Fragestellungen im Zusammenhang mit Naturgefahren. Dieser Artikel bietet einen Einblick in drei aktuelle Forschungsfragen des Arbeitsbereiches für Geotechnik, welche in enger Zusammenarbeit mit diversen öffentlichen und privaten Institutionen untersucht werden. Dabei werden sowohl Messungen des Porenwasserdrucks auf Konsolidierungssperren, Einwirkungen von fließähnlichen gravitativen Massenbewegungen sowie Fundierungen von Steinschlagschutznetzen infolge stoßartiger Belastungen untersucht.

Neben der Überprüfung bestehender Bemessungsmodelle sollen weitere aus den Forschungsarbeiten abgeleitete geotechnische Modelle hervorgehen, welche anschließend dem Anwender als Handwerkzeug für die Dimensionierung, den Entwurf und die Kontrolle von Schutzbauwerken gegen Naturgefahren dienen soll.