CO2-neutrale Baustelle

Maximilian Weigert (TU Wien), Leopold Winkler (TU Wien) & Richard Obernosterer (RMA)

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Das F&E-Projekt „CO2-neutrale Baustelle“ des Forschungsbereichs Baubetrieb und Bauverfahrenstechnik an der TU Wien und der RMA – gefördert im Rahmen des Forschungsprogramms “Stadt der Zukunft” durch die FFG – bildet einen Beitrag zum Klimaschutz der österreichischen Bauwirtschaft. Es werden Technologien zur Erreichung eines emissionsfreien Baubetriebs diskutiert und die Einführung eines „CO2-Baustellenausweises“, ähnlich dem Energieausweises eines Hauses, vorgeschlagen

Vorgangsweise zur Erreichung der CO2-Neutralität von Baustellen

Vorgangsweise zur Erreichung der CO2-Neutralität von Baustellen

Um die selbst auferlegte „Klimaneutralität“ bis zum Jahr 2040 zu erreichen, sind in allen Branchen Österreichs die Emissionen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Für die Baubranche ist neben Veränderungen in der Rohstoffgewinnung und Baustoffproduktion auch eine Baustellenführung ohne treibhauswirksame Emissionen unabdingbar. Im derzeit noch laufenden Forschungsprojekt „CO2-neutrale Baustelle – ein Beitrag zum Klimaschutz der österreichischen Bauwirtschaft“ werden Pfade zu einer komplett emissionsfreien Baustelle erforscht. An erster Stelle steht die Strategie der Vermeidung, dann der Verringerung, der Substitution und schließlich der Kompensation von CO2-emittierenden Baumaßnahmen.

Nur durch Kombination dieser Strategien kann ein klimaverträglicher und nachhaltiger Baubetrieb ermöglicht werden. Teilweise existieren schon Technologien zur Erreichung dieser Ziele, aber sind erst in der Phase der Markteinführung und werden noch nicht flächendeckend in der Praxis eingesetzt. Andere sind noch in der Entwicklungsphase oder scheitern an Kostenunverträglichkeit. Im vorliegenden Artikel wird ein Überblick über konkrete Maßnahmen aus der Studie zur Ermöglichung eines CO2-neutralen Baustellenbetriebs gegeben.

In weiterer Folge wird diskutiert, was getan werden muss, damit ein breiter Einsatz der genannten Technologien Realität wird und die Idee der Einführung eines „CO2-Baustellenausweises“ präsentiert, damit klimaverträgliches Bauen in der Zukunft nicht nur ein Lippenbekenntnis bleibt.