BIM im Tiefbau U2/20 – Station Pilgramgasse

BIM im Tiefbau U2/20 – Station Pilgramgasse

WL: DI Günter Steinbauer, Ing. Robert Koch, DI Martin Jatzko, FCP: DI Clemens Ettel, DI Mathias Wörndle

oln.at
U2-20

Die Station liegt an der Grenze zwischen dem 5. und 6. Wiener Gemeindebezirk im Bereich der Rechten bzw. Linken Wienzeile. Die bestehende U-Bahnlinie U4 und der daneben verlaufende Wienfluss werden in rd. 26 m Tiefe von der neuen Trasse der U-Bahnlinie U2 unterquert. Die Stationsschachtbauwerke weisen eine max. Aushubtiefe von rd. 30 m auf und werden in offener Bauweise mittels aufgelöster Bohrpfahlwände und innenliegenden, wasserdichten Innenschalen errichtet. Die bestehende U4-Station Pilgramgasse wird dabei zu einer Kreuzungsstation umgebaut bzw. erweitert. Der Betrieb der U-Bahnlinie U4 muss während der Bauherstellung weitgehend aufrechterhalten werden.

Für die Bearbeitung dieses Projektes wird eine BIM-fähige 3D-Planung erstellt.

Zu Beginn bestand die Motivation, ein Tiefbauprojekt dieser Größenordnung mit der BIM-Planung abzuwickeln, darin, dass unsere bei anderen Projekten gesammelte Erfahrung nun auch auf den Bereich Ingenieurtiefbau im Rahmen eines Pilotprojekts ausgeweitet werden soll.

Die Umsetzung erfolgt vorerst als sogenannte „BIM-Insellösung“. Die 3D-Modellierung basierte im Wesentlichen auf der Vorentwurfsplanung. Die Herausforderung bei der Modellierung bestand vor allem darin, die Bauteile der U-Bahnlinie U4 mit einer doppelt gekrümmten Bahnsteigvorderkante als Referenz mit den Bauteilen für die Erweiterung der U-Bahnlinie U2, welche wiederum mehrheitlich einen Ebenenbezug haben, zu verschmelzen.

u2-20

VR-Begehung macht die Planung erlebbar

Jeder Handwerker bekommt nach einem gemeinsam erarbeiteten Plan von einem Logistikteam das benötigte Material in entsprechender Qualität und stückgenau direkt an den Verarbeitungsort.

Hier stand das Wort „Zimmer“. Was bedeutet es hier? mit Zimmer wurde der Verarbeitungsort bezeichnet 

Ganze Module mit komplizierter Technik werden im Werk unter optimalen Bedingungen hergestellt und verursachen daher einen sehr geringen Planungs- und Koordinierungsaufwand auf der Baustelle.

Einfache Klare Prozesse brauchen keine Steuerung. Oder Einfache Prozesse brauchen wenig Regeln

Beispiel von aussen: Eine Ampelkreuzung muss mit komplizierter Steuerung geregelt werden. In einem Kreisverkehr werden die Beteiligten in den Prozess einbezogen und es braucht keine Steuerung mehr.

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