Marcus Keding- Geschäftsführer Forschung Burgenland

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Menschen und Ihre Leistungen- Impulse für unsere Zukunft (16)

Das Burgenland hat sich früh der erneuerbaren Energie und dem Klimaschutz zugewandt. Die FH Burgenland ist dafür weithin bekannt. Die Forschung Burgenland, eine Tochtergesellschaft der FH Burgenland, befasst sich mit Innovation und Technologie zu den Themen Klima, Energie, Gebäudetechnik, Mobilität und Digitalisierung. Es ist ein schönes Gefühl, zu sehen, wie sich die Zeiten ändern. Früher waren wir Vorreiter, heute sind alle im Thema und haben erkannt, wie zentral diese Themen für die Zukunft unserer Gesellschaft sind.

 

Das Burgenland ist ein Land der Windenergie. Jede Region muss ihre natürlichen Ressourcen optimal nutzen. In Kombination mit Sonnenenergie (Photovoltaik), Wasserkraft, Biomasse und Geothermie (wo vorhanden) werden diese Energieträger die nächste Zukunft bestimmen und die fossile Energie möglichst ersetzen. Kombiniert mit einem Energiespeicher wie z.B. auf Basis von Wasserstoff kann somit eine nachhaltige Energieversorgung sichergestellt werden.

 

Erfreulich ist, dass es heute bereits viele funktionierende Geschäftsmodelle für erneuerbare Energieträger gibt und diese dadurch zunehmend unabhängig von Förderungen werden. Das Geheimnis des Erfolges ist die enge Abstimmung zwischen Energieproduktion und Energieverbrauch in der Region. Beide müssen so flexibel wie möglich sein, dann kann die Versorgung sichergestellt werden.

 

Stolz ist man bei der Forschung Burgenland auf das letzte halbe Jahr. Die Umstellung auf homeoffice und digitale Kommunikation war problemlos, weil schon lange vorbereitet und üblich, die Zusammenarbeit mit der FH war perfekt und das Team ist durch die Probleme eher noch mehr zusammengewachsen. Wir haben im sozialen Miteinander offensichtlich nicht gelitten. Man hat das Gefühl, dass sich die MitarbeiterInnen auch freuen, wenn sie online zusammenkommen.

 

Auch im Bildungsbereich konnte das digitale Distance-Teaching-and-Learning positiv umgesetzt werden. Wichtig ist, dass man gerade in der Krise nicht stehenbleibt, sondern immer weiter an Innovationen arbeitet, die wir alle gemeinsam morgen brauchen werden. Diese Lehren sollten wir aus der Corona-Krise ziehen.

 

Die Menschen wollen stolz auf ihre Organisation sein und Organisationen müssen sich permanent bemühen, die Erwartungen der Mitarbeiter_innen zu erfüllen.

 

Der Impuls für die Zukunft lautet daher, konsequent an der Zeit nach der Pandemie arbeiten, die Krise zwar geduldig hinnehmen, aber die Zukunft nie aus den Augen verlieren. Greta Thunberg zeigt uns, wie man mit großen Zielen Menschen begeistern kann und an ihnen immer festhält. Der Nutzen für die Gesellschaft ist evident. Denn der Klimawandel ist unzweifelhaft unsere größte Herausforderung.

 

Konkret für den OIAV sollten wir das Zusammenwirken der Generationen fördern, das beste aus HTL, FH und Universitäten herausgreifen und gemeinsam an der Bildungs- und Forschungs-Zukunft arbeiten. Immer mehr junge Frauen widmen sich der Technik, das ist ein erfreulicher Trend. Die Technik muss wieder modern werden. Schon in Kindergärten und Schulen sollte man die Bedeutung der Technik für unsere Gesellschaft betonen und keinesfalls die unterschiedlichen Ausbildungsschienen gegeneinander ausspielen.

 

Die Jungen haben heute sehr klare Vorstellungen von ihrer Zukunft. Wir sollten ihnen nicht Angebote machen, sondern sie abholen und fragen, was sie sich vorstellen, welche Erwartungen sie an uns haben und wie sie die Zukunft mitgestalten wollen.

Marcus Keding- Geschäftsführer Forschung Burgenland

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