Digitalisierung & KI im Bauwesen – Lösung oder neue Komplexität?
v.l.n.r.: Karoline Brandfellner (Vasko+Partner), Christian Steininger (V+P, ÖIAV), Ute Schaller (Stadt Wien), Julia Wildfeuer
(Baumschlager Eberle Architekten), Kerstin Robausch-Löffelmann (BWSG), Robert Charzua (IKEA) und Christian Maier (HABAU)
Am 10. November lud die Fachgruppe Technische Gebäudeausrüstung (TGA) des ÖIAV gemeinsam mit Vasko+Partner Ingenieure ZT zum Austausch über die digitale Transformation im Bauwesen ein. Moderiert wurde der Abend von Karoline Brandfellner.
In der Keynote von Robert Charuza (IKEA) stand die Praxis im Fokus – wie Daten, Modelle und KI zunehmend Einfluss auf Planung und Betrieb nehmen und welche Chancen sich daraus ergeben.
In der anschließenden Diskussion mit
Christian Maier (HABAU GROUP)
Kerstin Robausch-Löffelmann (BWSG)
Ute Schaller (Stadt Wien)
Christian Steininger (Vasko+Partner Ingenieure ZT, ÖIAV Fachgruppe TGA)
Julia Wildfeuer (Baumschlager Eberle Architekten)
zeigte sich, dass die Branche mitten in einem Umbruch steckt – mit vielen offenen Fragen, aber auch ersten klaren Antworten.
BIM ist seit rund acht Jahren im Einsatz und liefert heute wertvolle Daten – etwa beim Heizungsverbrauch – in kürzester Zeit. Doch bleibt die Frage: Wie viel Modelltiefe ist wirklich nötig? Welche Datenmengen sind relevant – und wie kann die Qualität und Aktualität dieser Daten langfristig im laufenden Betrieb gesichert werden?
Ein weiteres Thema war die digitale Baueinreichung, die künftig Bauprozesse deutlich beschleunigen soll. Gleichzeitig entstehen neue Herausforderungen durch die Vielzahl an parallel arbeitenden Arbeitsgruppen – gemeinsame Schnittstellen und Standards fehlen oft noch, was zu Reibungsverlusten führt.
Im Bereich künstlicher Intelligenz wurden erste Anwendungen diskutiert: Bei der BWSG konnte KI bereits zur Heizungsoptimierung und damit zu konkreten Kosteneinsparungen beitragen. Deutlich wurde aber auch die Frage nach der Transparenz – geschlossene, unternehmensinterne KI-Modelle zur Qualitätssicherung stehen offenen Systemen wie ChatGPT gegenüber.
Einigkeit bestand darin, dass die Branche erst am Anfang einer „intelligenten“ Digitalisierungsreise steht. Die Potenziale sind groß – entscheidend wird sein, Wissen zu vernetzen und Standards zu schaffen, die Innovation tatsächlich ermöglichen.



























