4 Fragen an Konstantin Gebhart
Bist du schon ÖIAV-Mitglied?
Ja, seit 2023.
Wo liegt dein beruflicher Schwerpunkt?
Mein Hauptgebiet sind Umbauten, Sanierungen und Baumanagement, also die Projektabwicklung. Das Baumanagement habe ich mir ausgesucht, das hat mich auch in der HTL schon interessiert, und in den Bereich Sanierung bin ich mehr oder weniger hineingerutscht. Die Herausforderung beim Sanieren ist, dass hinter jeder Wand eine Überraschung wartet.
Was möchtest du unserem beruflichen Nachwuchs sagen?
Bei jungen Studenten merke ich, dass es wichtig ist zu wissen, worum es in dem Beruf geht. Es braucht ein gewisses hochbautechnisches Grundwissen, damit sich die Architektur umsetzen lässt. Gute Ideen nützen nichts, wenn man sie dann nicht bauen kann. Die hochbautechnischen Details werden immer weniger durchdacht. Man sollte sich überlegen, ob das Bauen, das wir momentan haben, Zukunft hat. Es wird nur noch möglichst schnell etwas hergestellt, es wird zu wenig überlegt. Wir als Sachverständige haben damit viel Arbeit, aber das sollte nicht die Regel werden.
Was braucht unsere Welt?
Die Zukunft im Baubereich wird sicher ökologischer und nachhaltiger sein, unsere jetzige Lebensweise werden wir wahrscheinlich überdenken müssen. Aber ich glaube auch, dass man nicht alles dem Geist des Dämmens unterwerfen darf und dass man nicht alles mit PV-Anlagen zupflastern kann und soll. Es soll vielleicht rationeller gebaut werden und es bräuchte Systeme, um die Fehlerhäufigkeit zu reduzieren und man sollte vielleicht auch hinterfragen, ob das, was man jetzt macht, auch zukunftsfit ist.


